Präventionsarbeit
Löwentraining
Mobbingprävention, Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Resilienz
Alle Schülerinnen und Schüler der JG 1 und 2 nehmen am Löwentraining teil, mit dem Ziel die Kinder in ihrer Selbstbehauptung zu fördern und ihre Resilienz gegenüber Mobbing und Ausgrenzung zu stärken. In altersgerechten Übungen lernen die Schülerinnen und Schüler,
- eigene Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken,
- klare Grenzen zu setzen,
- selbstbewusst „Nein“ zu sagen,
- Konflikte gewaltfrei zu lösen,
- Hilfe zu holen und andere zu unterstützen.
Das Training verfolgt einen präventiven Ansatz: Es geht nicht darum, akute Konflikte aufzuarbeiten, sondern die Kinder frühzeitig in ihrer Persönlichkeit zu stärken und ihnen Strategien an die Hand zu geben, um schwierige Situationen sicher zu bewältigen.
Die Inhalte werden spielerisch, bewegungsorientiert und durch Rollenspiele vermittelt. Dabei legen wir großen Wert auf eine wertschätzende Atmosphäre, in der sich jedes Kind angenommen und sicher fühlen kann.
Das Programm findet in 6 Lerneinheiten über mehrere Wochen während der Unterrichtszeit im Klassenverband statt. Der Förderverein unterstützt das Programm finanziell und ggf. irgendwann weitere Sponsoren. Dies ermöglicht es uns den Elternbeitrag zu reduzieren. Diesen wollen wir vor den Osterferien einsammeln. Aktuell gehe ich von einem Elternbeitrag in Höhe von ca. 8€ pro Kind aus.
Begleitend zu den Kursen bieten einen Elterninformationsabend an, an dem Frau Motz das Programm vorstellt und Fragen beantworten kann.
Handout für Eltern
Level up - Stark im Alltag
Ziel des Programms „Level Up – Stark im Alltag“ ist es, Kinder der 4. Klasse in ihrer sozialen, emotionalen und persönlichen Kompetenz zu stärken. Die Schülerinnen und Schüler lernen Strategien für einen konstruktiven Umgang mit Konflikten, Gefühlen und Herausforderungen im Alltag. Gleichzeitig wird die Klassengemeinschaft gestärkt und ein bewusster Umgang mit Medien gefördert. Das Training arbeitet mit altersgerechten Methoden wie Rollenspielen, Reflexionsübungen, Gruppenarbeit und spielerischen Elementen.
Umgang mit Konflikten und Provokationen
In dieser Einheit lernen die Kinder grundlegende Konfliktlösungsstrategien kennen. Sie üben,
zwischen Fakten, Meinungen und Interpretationen zu unterscheiden und erkennen, welche
Rolle Körpersprache und Wirkung auf andere in Konfliktsituationen spielen.
Weitere Themen sind:
• Umgang mit Beleidigungen und Provokationen
• Strategien zur Deeskalation
• Erkennen von Grenzüberschreitungen
• Verhalten bei Drohungen oder Gewaltandrohungen
• Abgrenzung und Selbstschutz
Die Kinder entwickeln gemeinsam Handlungsstrategien, üben diese in Rollenspielen und
lernen, bewusst Entscheidungen für sich selbst zu treffen.
Umgang mit Gefühlen – Selbststeuerung und Resilienz
In dieser Einheit steht der bewusste Umgang mit Gefühlen im Mittelpunkt. Die SuS lernen,
ihre Emotionen besser wahrzunehmen und zu regulieren.
Zentrale Inhalte sind:
• der Gefühlskompass zur Orientierung in emotionalen Situationen
• der Gedanken-Wirkungskreis (Zusammenhang zwischen Gedanken, Gefühlen und
Verhalten)
• Umgang mit schwierigen Gefühlen wie Angst, Wut oder Enttäuschung
• Selbstfürsorge und psychische Gesundheit (Metapher „Aquarium“)
• Einfluss von Wahrnehmungsfiltern auf unser Denken und Verhalten
• Selbstreflexion (z. B. über die QUEST-Methode)
• Perspektivwechsel und Empathie
Auch das Thema Freundschaft und soziale Beziehungen wird aufgegriffen. Ziel ist es, die
Selbstwirksamkeit der Kinder zu stärken und ihnen hilfreiche Strategien für herausfordernde
Situationen zu vermitteln.
Stärkung der Klassengemeinschaft
Diese Einheit fokussiert auf den Zusammenhalt innerhalb der Klasse. Durch kooperative
Übungen und gemeinschaftsstärkende Spiele lernen die Kinder:
• Rücksichtnahme und respektvollen Umgang
• Verantwortung für die Gemeinschaft
• Zusammenarbeit und Vertrauen
• Hilfe holen und Hilfe anbieten
Die Übungen können auch bewegungsorientiert gestaltet werden und eignen sich z. B. für
die Durchführung in der Turnhalle.
Medienkompetenz und Mobbingprävention (optional)
In dieser Einheit werden grundlegende Aspekte der digitalen Sicherheit und
Medienkompetenz thematisiert.
Inhalte sind unter anderem:
• Cybermobbing und respektvolle Kommunikation im Internet
• Verhalten in Chats und Online-Spielen
• Privatsphäre und persönliche Daten
• Umgang mit Fotos und Bildbearbeitung
• Sensibilisierung für Fake News und KI-generierte Inhalte
• mögliche Gefahren durch unbekannte Kontakte
Die Kinder lernen, kritisch mit digitalen Medien umzugehen und wissen, wo sie Hilfe
bekommen können, wenn sie sich online unsicher fühlen.
Zusammenfassung:
Die Kinder verlassen das Training mit mehr Selbstvertrauen, konkreten Handlungsstrategien für Konflikte und einem stärkeren Bewusstsein für ihre eigenen Gefühle, Grenzen und Entscheidungen im Alltag. Die Bausteine werden jeweils in Absprache mit den Klassenleitungen feinabgestimmt und für die Lerngruppe passende Schwerpunkte gesetzt.
Präventionarbeit: Kinderrechte JG 1 und 2 / Prävention gegen sexuelle Gewalt JG 3 und 4
JG 1 und 2: Zartbitter-Theaterstück zu den persönlichen Rechten von Kindern im Grundschulalter
Das humorvolle Theaterstück mit viel Musik zum Mitsingen behandelt persönliche Rechte von Kindern: Recht auf Schutz vor sexueller Belästigung, vor Ausgrenzung und Beleidigung – Recht, respektvoll behandelt zu werden – Recht am eigenen Bild – Recht auf Spaß und Freizeit – Recht auf Teilhabe – Recht auf Hilfe – Recht auf Beschwerde.
JG 3und 4: Präventionstheater gegen sexuelle Gewalt für Kinder im Grundschulalter
“Ganz schön blöd!”
Das lebensfrohe Theaterstück informiert Schüler*innen über ihre persönlichen Rechte, insbesondere über ihr Recht am eigenen Bild. Es spricht auf kindgerechte Weise auch das Thema sexuelle Übergriffe im Netz an. Anstatt Angst zu machen, stärkt GANZ SCHÖN BLÖD! die Widerstandskraft gegen sexuelle Grenzverletzungen durch gleichaltrige und ältere Kinder. Es fördert die Solidarität der Kinder untereinander und ermutigt, sich bei Erwachsenen Hilfe zu holen – denn: Hilfe holen ist kein Petzen!
Sexualerziehung - Zusammenarbeit mit Check.it der Beratungsstelle für Sexualität und Gesundheit
Die Sexualerziehung ist ein fester Bestandteil des Unterrichts in Nordrhein-Westfalen und wird altersgerecht sowie fächerübergreifend vermittelt. Sie unterstützt Kinder dabei, ihren Körper, ihre Gefühle und soziale Beziehungen besser zu verstehen.
Inhalte im Überblick
- Körper und Entwicklung: Kennenlernen des eigenen Körpers und körperlicher Unterschiede
- Gefühle und Beziehungen: Freundschaft, Vertrauen, Respekt und Zusammenleben
- Familie und Vielfalt: Unterschiedliche Familienformen und Lebensweisen
- Fortpflanzung: Grundlegende, kindgerechte Informationen zu Schwangerschaft und Geburt
- Schutz und Grenzen: Eigene Grenzen erkennen, „Nein sagen“ und Hilfe holen
Ziel
Die Sexualerziehung stärkt das Selbstbewusstsein, fördert einen respektvollen Umgang miteinander und trägt zum Schutz der Kinder bei.
Dabei kooperiert die Schule mit externen Fachkräften bspw. der Beratungsstelle für Sexualität und Gesundheit Check.it
Diese kommen mit Referenten in die Schule und beantworten anonymisierte Schülerfragen (Briefkasten) und stellen die Fortpflanzungsorgane mit kindgerechtem Material unter anderem auch in geschlechtshomogenen Gruppen vor.
Elterarbeit- Angebote der Landesanstalt für Medien NRW
In unregelmäßigen Abständen oder anlassbezogen kooperieren wir in unserer Präventionsarneit mit der Landesanstalt für Medien NRW. So gab es zurückliegend einen Online-Elterabend zur Gaming-Zeit unter dem Titel “Nur noch 5 Minuten – Lust und Frust durch digitale Spiele”. Nach einem Überblick durch die Referentin, konnten die Teilnehmenden Eltern Fragen stellen und sich untereinander über Gelingenbedingungen für eine erfolgreiche Medienerziehung austausen.












